Zementmühle für Russland

DAKO WORLDWIDE TRANSPORT GMBH hat den Transport einer Zementmühle mit einer Länge von 18,5 m, einem Durchmesser von 5,7 m und somit inklusive der Transporthilfsmittel einer Höhe von fast 6 m bei einem Stückgewicht von 185 tons vom Herstellerwerk in Österreich bis zum Werksgelände der Zementfabrik im Industriegebiet von Sterlitamak, Republik Baschkortostan organisiert. Im Donauhafen von Linz wurde die Mühle in ein Donau-Binnenschiff verladen und zum rumänischen Schwarzmeerhafen Constanza transportiert. Dort erfolgte die Umladung in ein See-Fluss-Schiff für den Transport über das Schwarze Meer nach Rostow am Don und von dort durch den Wolga-Don-Kanal in die Wolga und letztendlich nach Nischnekamsk an der Kama. In Nischnekamsk wurde zunächst der 24-Achsen-Hydrauliktrailer auf einen Ro-/Ro-Leichter verladen und dann erfolgte der Umschlag des Mühlenrohrs mit dem Schwerguthafenkran auf den Hydrauliktrailer und der Flusstransport auf der Kama und der Belaja bis nach Ufa.

Für die Entladung in Ufa musste durch die DAKO-Organisation in Russland eine spezielle Ro-/Ro-Rampe gebaut werden. Dies gestaltete sich aufgrund der Niedrigwassersituation im russischen Flusssystem 2015 sehr problematisch. Für die Roll-Off-Operation wurden spezielle Stahlplatten auf der Jetty ausgelegt und das Abrollen erfolgte mit 2 schweren Zugmaschinen, die den 24-achsigen Hydrauliktrailer mit 192 Rädern von der Barge auf den festen Untergrund zogen. Die Hydraulikkombination mit 24 Achsen kam auch für den Straßentransport von Ufa nach Sterlitamak zum Einsatz, um den Achsdruck zu reduzieren und dies speziell auch für das Überfahren mehrerer Brücken, von denen einige für diesen Schwertransport verstärkt worden sind. Insgesamt sind für diesen Zementmühlentransport erhebliche Bauarbeiten für den Bau der Ro-/Ro-Rampe und zur Verbesserung der Straßenkonditionen vorgenommen worden.

Der Transport startete in Österreich Mitte September 2014 und erreichte Sterlitamak in Baschkortostan am 1. Dezember bei einer Gesamttransportstrecke von ca. 5.700 km. Der Straßentransport von Ufa nach Sterlitamak erfolgte im strengen russischen Winter, was aufgrund der guten logistischen Planung und Vorbereitung allerdings keinen größeren Einfluss auf die Transportabwicklung hatte.